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Drittes Reich und Deutsche Teilung

Die Geschichte um das Museum Friedland

Das Grenzdurchgangslager kann nicht losgelöst vom Dritten Reich und der deutschen Teilung betrachtet werden, denn sie spiegeln sich in den Geschichten des Grenzdurchgangslagers und seiner Menschen wider.

Mit den KZ-Gedenkstätten Mittelbau-Dora und Moringen sowie dem Grenzlandmuseum Teistungen werden Ausschnitte dieser Zeitabschnitte erlebbar.

Dem Besucher ist es so möglich, herausragende geschichtliche Gedenkstätten in einem überschaubaren Radius zu erkunden.

Mittelbau-Dora: Ein Konzentrationslager des "Totalen Krieges"

Mittelbau-Dora steht exemplarisch für die Geschichte der KZ-Zwangsarbeit und der Untertageverlagerung von Rüstungs­ferti­gungen im Zweiten Weltkrieg. Mehr als 60 000 Menschen aus fast allen Ländern Europas, vor allem aus der Sowjetunion, Polen und Frankreich, mussten zwischen 1943 und 1945 im KZ Mittelbau-Dora Zwangsarbeit für die deutsche Rüstungs­industrie leisten. Jeder dritte von ihnen starb.

Gegründet wurde „Dora“ als Außenlager des KZ Buchenwald im Sommer 1943 mit der Verlagerung der Raketenproduktion von Peenemünde in vor Luftangriffen geschützte Stollenanlagen bei Nordhausen. Später kamen weitere Rüstungs­projekte hinzu: Zehntausende KZ-Häftlinge mussten 1944/45 Zwangsarbeit beim Ausbau unterirdischer Flugzeug- und Treibstoffwerke leisten. Zu ihrer Unterbringung richtete die SS neue KZ-Außenlager ein, die im Herbst 1944 mit dem Lager Dora zum nunmehr selbständigen KZ Mittelbau zusammengefasst wurden. Dieses erstreckte sich am Ende mit fast 40 Lagern über den gesamten Harz.

Heute ist Mittelbau-Dora ein europäischer Lern- und Gedächtnisort. Relikte im ehemaligen Lagergelände und im Stollen zeugen von den Verbrechen, aber auch vom wechselvollen Umgang mit der Geschichte. Wechselausstellungen regen zur kritischen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit an. Die 2006 eröffnete Dauerausstellung präsentiert Mittelbau-Dora nicht nur als Modellfall von Zwangsarbeit und Untertageverlagerung, sondern auch als Beispiel für die enge Einbindung der Konzentrationslager in die deutsche Gesellschaft.

Weitere Informationen zum finden Sie hier (https://www.buchenwald.de/29/) 

Das Grenzlandmuseum Teistungen

Auf dem Gelände des ehemaligen innerdeutschen Grenzübergangs Duderstadt-Worbis informiert das Grenzlandmuseum Eichsfeld über die Geschichte der Teilung Deutschlands sowie das Leben an und mit der Grenze.

Zum Museum gehört eine Bildungsstätte und der Grenzlandweg, ein länderübergreifender Rundweg mit original erhaltenen DDR-Grenzsperranlagen, eine Bibliothek sowie ein Informationspavillon zum Europäischen Grünen Band.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.grenzlandmuseum.de

Gedenkstätte Moringen

Zwischen 1933 und 1945 bestanden im Ortskern Moringens nacheinander drei Konzentrationslager: Männer-KZ, Frauen-KZ und Jugend-KZ. Ausgangspunkt waren die Gebäude des 1738 errichteten "Werkhauses". Heute befindet sich am ehemaligen Lagerstandort das Maßregelvollzugszentrum Niedersachsen, das heute auch noch einzelne der ehemaligen KZ-Gebäude nutzt.

Unmittelbar nach der Befreiung des Jugend-KZ Anfang April 1945 wurde auf dem Gelände ein Lager für "displaced persons" eingerichtet. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um ehemalige polnische ZwangsarbeiterInnen, die auf ihre Rückkehr in die Heimat oder die Emigration in ein Drittland warteten. Das Lager existierte bis 1951.

Weitere Informationen finden Sie unter gedenkstätte-moringen

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