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Museum Friedland

Der Ort

Am 18. März 2016 wurde das Museum Friedland durch den Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil feierlich eröffnet. Dem offiziellen Akt folgte am 19. und 20. März 2016 ein Bürgerfest, wo ein erster Blick auf das neue, mit Spannung erwartete Museum geworfen werden konnte.

Das Museum Friedland befindet sich im historischen Bahnhof von Friedland, in unmittelbarer Nähe zum Grenz­durch­gangs­lager. Das Lager entstand im September 1945 auf Befehl der britischen Militärregierung, um die mannigfaltigen Migrationsbewegungen im Gefolge des Zweiten Weltkriegs zu steuern. In den nächsten 70 Jahren wandern mehr als vier Millionen Menschen über Friedland in die britische Zone bzw. die Bundesrepublik Deutschland zu. Sie kommen als Flüchtlinge, Vertriebene und Ausgewiesene, als entlassene Kriegsgefangene und Displaced Persons, als Aussiedler*innen und Spätaussiedler*innen, als Flüchtlinge und Zuwanderer*innen aus der DDR, als Schutzsuchende aus vielen Teilen der Welt.

DAS MUSEUM

Das Museum Friedland zeigt Migra­tions­ge­schichten an einem einzigartigen Ort: Es bietet spannende Einblicke in die Geschichte und Gegenwart des Grenzdurchgangslagers.

DIE AUSSTELLUNG

Die permanente Ausstellung Fluchtpunkt Friedland führt in einem spannenden Parcours auf 350 qm hinein in die Geschichte des Grenzdurchgangslagers von 1945 bis heute. Die Besucher bekommen einen Einblick in die Arbeit und Geltung des Lagers im Wandel der Zeit sowie die Bedingungen und Bedeutung von Migration – gestern und heute.

Im historischen Bahnhof von Friedland erzählt sie mit modernen Medien, bewegenden Geschichten und über 400 Exponaten von der Arbeit und Bedeutung des Lagers im Wandel der Zeit. Sie geht den Wegen derer nach, die seit über siebzig Jahren hier ankommen. Sie zeigt die Dynamik von Migration ebenso wie die Versuche, sie zu steuern und zu kontrollieren. Und sie wirft Fragen auf, die uns heute beschäftigen: Was bringt Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen? Wie kommen sie nach Deutschland? Wie werden sie aufgenommen?

Die Ausstellung ist durchgängig in deutscher und englischer Sprache gehalten. Es werden Führungen in der Ausstellung und über das Gelände des Grenzdurchgangslagers in den Sprachen Deutsch, Englisch und Arabisch angeboten. Russisch und Farsi sollen folgen.

In der Nissenhütte auf dem Gelände des Grenzdurchgangslagers zeigt das Museum Friedland wechselnde Ausstellungen.

Das Museum Friedland eignet sich hervorragend als Ziel Ihrer Radtouren durch das malerische Leinetal. Vor Ort gibt es Fahrradständer. Bei Bedarf erhalten Sie beim Museumspersonal Werkzeug und Flickzeug für kleinere Fahrradreparaturen

Besucherinformation:

Museum Friedland
Bahnhofstr. 2
37133 Friedland
Tel.: 05504 9492567
Email: besuch@museum-friedland.de Homepage: www.museum-friedland.de

Das Projekt:

Mit Beschluss vom 11. Oktober 2006 haben alle Fraktionen im Niedersächsischen Landtag die Landesregierung aufgefordert, die historische Bedeutung des Grenz­durch­gangs­lagers Friedland angemessen zu würdigen. Das Land Niedersachsen hat nun an diesem symbolträchtigen Ort ein lebendiges Museum realisiert, das Ursachen von Flucht, Migrationswege und -verläufe und den gesellschaftlichen Umgang mit Migration und Kriegsfolgen vom Zweiten Weltkrieg bis heute in den Blick nimmt.

In den kommenden Jahren wird neben der Auftaktausstellung im historischen Bahnhof ein modernes Besucherzentrum mit zusätzlichen Ausstellungs- und Programm­flächen entstehen. Hinzu kommt die Akademie Friedland als außeruniversitärer Forschungsort und internationale Jugendbegegnungsstätte.

REALISIERUNG

Projektleitung: Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport Inhaltliche Konzeption und Realisierung: Die Exponauten. Ausstellungen et cetera, Berlin Ausstellungs­gestaltung: arge gillmann schnegg, Basel Umbau und Sanierung des historischen Bahnhofs: Kleineberg Architekten, Braunschweig

KONTAKT UND WEITERE INFORMATIONEN

Museum Friedland Bahnhofstr. 2 37133 Friedland presse@museum-friedand.de www.museum-friedland.de